Designklassiker: Möbel von gestern – Stars von heute

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Die Zeit scheint spurlos an ihnen vorbeizuziehen – sie bleiben ewig jung. Egal welcher Einrichtungsstil gerade im Trend liegt, ob Luxus oder Grunge, Designklassiker sind darüber erhaben – ohne Schnörkel und zeitlos schön.
Gar nicht so leicht, sich als Möbelstück den Anspruch eines Designklassikers zu erarbeiten. Die Kunst liegt darin, die richtige Verbindung zwischen luxuriösem Kultobjekt und Gebrauchsgegenstand zu finden und mehr als eine Generation zu begeistern. Auf dem Weg dahin müssen diese Möbel durch ihre Einzigartigkeit und Vision in Form, Material und Ausführung bestehen.
Obwohl inzwischen Serienprodukte, werden diese Wohnobjekte schnell zum Mittelpunkt jedes Hauses und jeder Wohnung. Vom Filmstar in der Luxusvilla bis zu Lieschen Müller im Plattenbau, viele würden ihren Räumlichkeiten gern mit einem Original den gewissen Kick verleihen – am besten ein gebrauchtes Möbel aus der Anfangszeit.
Wer möchte sich nicht in die Polster des legendären Lounge Chair von Charles Eames fallen lassen. Ursprünglich war er ein Geburtstagsgeschenk für den Regisseur Billy Wilder und besteht aus drei Schichtholzschalen – eine moderne Interpretation des traditionellen Clubsessels. 1948 entwarfen Charles & Ray Eames 1948 „La Chaise“ für das Museum of Modern Art in New York. Dieses geschwungene Möbel aus lackierter weißer Fieberglasschale besticht durch unglaubliche Eleganz und erlaubt vielfältige Sitz- und Liegepositionen. Besonderes Kennzeichen: ein verchromtes Untergestell und das hölzerne Fußkreuz aus Eiche natur.
Der weiße Tulpentisch von Eero Saarinen bringt selbst die einfachste Einrichtung zum Glänzen – und die Luxusausführung mit einer Tischplatte aus weißem oder schwarzem Marmor lässt die Herzen der Designliebhaber höher schlagen.
Olivier Mourgue, ein französischer Industriedesigner aus den 60ern wurde bekannt durch seine organisch-geformten Sitzmöbel-Serie “Djinn”. Stanley Kubrick stattete 1968 den Film „2001 – Odyssee im Weltraum“ mit diesen futuristischen Möbeln aus.
Unvergessen auch die „Ameise“ von Arne Jacobsen, die sich heute wieder in vielen jungen Haushalten findet. Weitere Jacobsen-Klassiker sind der Sessel „Schwan 3320″ – besonders edel in braunen Leder – oder „Das Ei“, der skulpturale Egg-chair.
Der Italiener Joe Colombo, einer der spannendsten Designer der 60er, entwarf 1965 die Lampen-Serie „Spider“, deren waagerechter Reflektor aus emailliertem Pressblech gefertigt ist und eine Cornalux-Spezialglühbirne als Leuchtmittel verwendet. Ein schwarzes Plastikgelenk ermöglicht das Kippen und Verstellen der Lampe in der Höhe. Viele seiner Objekte könnten ohne Weiteres aus einem James-Bond Film derselben Zeit entstammen – futuristisch und luxuriös.
Der „Bubble Chair“ von Eero Aarnio findet sich in vielen Hochglanzmagazinen wieder. Er ist eine Reduktion seines davor entworfenen Kugelsessels – ganz nach dem Motto von Mies van der Rohe „weniger ist mehr“. Die Idee war, mehr Licht in den Innenraum zu bringen. So entstand die transparente Kugel aus Acryl. Das Besondere: Der Bubble Chair schluckt die Geräusche von außen. Man fühlt sich angenehm isoliert, trotz anderer Menschen im Raum. Stars wie Donatella Versace oder Daryl Hanna lassen sich gerne mal im Bubble Chair fotografieren. Und die amerikanische Schauspielerin Carmen Elektra zeigte ihre Reize in der Acryl-Kugel auf dem Cover der Playboyausgabe von Dezember 2000..Fragt sich jetzt nur, wer der wirkliche Star ist ….
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