Wohnen mit Parkett oder Laminat

Foto: fotolia.de

Foto: istockphoto.com

Nachdem Auslegeware inzwischen so ziemlich aus der Mode gekommen ist, streiten meist Parkett und Laminat um die Gunst der Wohnungs- oder Haubesitzer. Wer sich etwas Luxus leisten kann, greift dabei eher zum hochwertigeren Echtholz-Parkett.

Parkett kommt vom westgermanischen Begriff „parrak“ und bedeutete ursprünglich „eingezäunter Platz“. Nicht von ungefähr spricht man deshalb auch vom Börsen-Parkett. Interessant ist, dass die Mathematik unter Parkettierung eine Fläche versteht, die mit aneinander liegenden geometrischen Figuren bedeckt ist. Dies erinnert an die Intarsien von Parkett.

Geschichte des Parketts

Schon seit über 3000 Jahren werden Fußböden aus verschiedenen Holzfarben zusammengesetzt. In Deutschland sind sie allerdings erst seit dem Mittelalter bekannt.
Wurden damals noch rohe Bohlen aneinander gelegt, waren es später dann gehobelte aus Weichhölzern wie Tanne und Kiefer. Ab dem 16. Jahrhundert entwickelte sich daraus das Parkett von heute – durch die Möglichkeit, Hölzer in verschiedenen Farben zu beizen und in verschiedenen Längen einzusetzen.

Parkett wurde im 17. Jahrhundert immer beliebter und daher zum festen Bestandteil für die Einrichtung von prunkvollen Schlössern des Adels und den luxuriösen Häusern der Oberschicht. Damals wurden sogar gegenständliche Szenen aus Edelhölzern wie Birnbaum oder Kirsche auf dem Boden abgebildet, neben den üblichen Ornamenten. Dieses Tafelparkett entstammt der Zeit des französischen Absolutismus.

Erst im 19. Jahrhundert war es auch den Bürgern möglich, Wohnungen und öffentliche Gebäude mit Parkett auszustatten. Dank der Industrialisierung konnte das Holz nun maschinell bearbeitet werden, bessere Klebestoffe sorgten dafür, dass die Böden schneller verlegt werden konnten. Dank weiterentwickelter Versiegelungstechnik sind Parkett-Böden heute pflegeleicht – auch ein Grund, warum Holzbodenbeläge immer beliebter wurden.

Laminat als günstige Alternative

Heute gibt es mit Laminat auch für den schmaleren Geldbeutel eine gute Lösung: Diese harten Trägerplatten bestehen aus mehreren dünnen Lagen eines faserhaltigen Materials (in der Regel Papier), die mit einem Überzug aus wärmehaltigen Melaninharzen imprägniert wurden. Das macht sie so strapazierfähig und abriebfest. Laminat gibt es in den verschiedensten Holz-Dekors.

Luxus des Unikats

In Zeiten der zunehmenden Massenproduktion, kommt die Sehnsucht nach Einzelstücken wieder auf. Auch der Trend zu Öko- und Naturprodukten nimmt deutlich zu. Und wer sich den Luxus eines Unikats leisten möchte, entscheidet sich für zeitloses Echtholz-Parkett mit seinen unverwechselbaren Maserungen. Noch ein Vorteil: Parkett kann – im Gegensatz zu Laminat – mehrfach abgeschliffen und neu versiegelt werden. Ganz nebenbei kann auch noch langfristig CO2 gesenkt werden: Das Kohlendioxyd, das die Bäume aus der Luft aufgenommen haben, bleibt trotz Verarbeitung im Holz gebunden und senkt CO2 langfristig in Haus oder Wohnung.

Geschrieben in Wohnen / Einrichten | Tags: , , . | 3 Kommentare »

3 Kommentare

  1. Steffen Sagt:

    Ich habe ein Laminat, das Parkett zum Verwechseln ähnlich aussieht.

  2. admin Sagt:

    Luxus pur!

  3. gestalter Sagt:

    schöner Artikel, ausführlich, viel Erfolg mit dem Blog

Einen Kommentar abgeben

Bitte beachte: Die Kommentare werden moderiert. Dies kann zu Verzögerungen bei Deinem Kommentar führen. Es besteht kein Grund den Kommentar erneut abzuschicken.